DER GRAUSAME WEG ZUR HÖLLE
Eine Gruselgeschichte aus einem Unterrichtsprojekt

 

 

Eines Sommertages als ich mit meinen Freunden Lukas, Andre und Jordan in den Wald ging, um Holz fürs Straßenfest zu sammeln, begegneten wir einer alten Frau. Sie kam auf uns zu und sagte: “Kinder geht nicht zu tief in den Wald hinein und wenn ihr an einem Hölleneingang vorbei kommt, rennt sofort weg.“Warum denn?“, fragte ich. Die Frau sprach: „Wenn ihr das nicht tut, dann werdet ihr dem Tod begegnen.“ „Ach Quatsch!“, sagten wir und gingen davon. Da rief Lukas: „Da hinten liegt ganz viel trockenes Holz.“ „Ja, du hast recht.“, sagte ich. Wir gingen zum Holz und nahmen so viel mit, wie wir tragen konnten. Zuhause angekommen, ging ich zu meiner Mutter und erzählte ihr von der alten Frau im Wald. Wie immer glaubte sie mir nicht. Als es schon Abend wurde, schaute ich den funkelten Sternen zu und dachte an die Frau: Vielleicht hatte sie ja doch die Wahrheit gesprochen und deswegen werde ich die Sache auf den Grund gehen.
Am nächsten Tag erzählte ich meinen Freunden von meiner Idee. Sie fanden sie auch ganz gut und somit gingen wir in den Wald und suchten nach dem Tor. Es vergingen Stunden, aber wir gaben nicht auf und suchten hoffnungslos weiter, bis plötzlich Jordan mit erhobener Stimme sagte: “Seht nur der Hölleneingang.“ Es war ein gruseliger Höllenschlund mit einer Nase, einem Mund und zwei Augen. Plötzlich schrie Lukas auf: „Oh nein, wir hätten schon vor einer halben Stunde Zuhause sein sollen, es ist inzwischen schon halb acht. Es wird doch schon dunkel, komm lasst uns gehen“ „Nein!“, widersprach ich ihm, “ Wir haben diese Mission einmal angefangen und werden sie auch beenden, also wer ist dabei?“ „Ich“, sagte Jordan mit stolzer Stimme. „Ich auch.“, sagte Andre. Wir schauten Lukas tief in die Augen, wir sahen, dass er überlegte, aber dann schlug er auch ein. Wir betraten die Hölle und gingen langsam hinein, es war stockdunkel, kalt und vermodert. Wir liefen ein paar Schritte geradeaus. Plötzlich hörten wir laute Schreie und bekamen einen großen Schreck. Lukas sagte ängstlich: “Nein, mir reicht's, ich gehe wieder.“ Kurz danach als er sich umdrehte, schrie er mit einer panischer Stimme „Oh nein“. „Was ist denn?“, fragten wir. „Das Tor hat sich verschlossen. Ich dachte mir, vielleicht hatte die Frau vom Wald doch recht. Was ist, wenn wir gerade auf dem Weg zur Hölle sind? Plötzlich hörten wir wieder die Schreie, aber sie waren dieses Mal viel lauter und schrecklicher. Ich versuchte sie zu ignorieren, aber das war nicht so einfach. Wir rannten einfach davon, egal wohin, Hauptsache weg. Als wir uns wieder beruhigt hatten, fragte Andre „Hey Lukas, wie viel Uhr haben wir denn?“ Aber Lukas antwortete nicht. Andre drehte sich um und sagte erschrocken: „Wo ist Lukas hin?“ „Wie Lukas ist weg?“ „Keine Ahnung, er war auf einmal weg. Komisch.“ Wir riefen nach ihm, doch er antwortete nicht. Ich schaute auf den Boden und sah eine lange Blut Spur. „Seht mal da, die Blutspur“, rief ich. Wir folgten der Spur bis in einen Raum, wo Lukas geköpft in der Ecke lag Neben ihm stand mit Blut geschrieben. „Der Tod lauert hinter jeder Ecke.“ Wir bekamen einen Schock und rannten davon, wir kamen in ein Raum mit vier leuchtenden Fackeln, einem Kamin und ein Sofa. Und plötzlich hörten wir wieder diese komischen Schreie, wir merkten, dass es aus dem Kamin kam und als ich genauer hinschaute, sah ich, dass es Seelen waren. Wir schauten uns um und sahen, wie eine dunkle Gestalt aus der Ecke kam. Es war Hardis der Gott der Unterwelt, er hatte zwei rote Augen und spitze Zähne. Ich fragte ihn mit ängstlicher Stimme: „Was willst du von uns?“ und er antwortete mit tiefer Stimme: „Nur eure Seele.“ „Niemals!“, schrie ich, „auch wenn es zu einem Kampf führen sollte“. Ich wusste nicht, ob ich das Richtige tat, aber das war mir egal. Ich griff nach einem Schwert, das an der Wand hing und sagte: „Worauf wartest du?“ Er zauberte ein goldenes Schwert herbei und holte aus. Er traf mich am Bein, ich hatte große Schmerzen, aber ich versuchte sie zu unterdrücken. Ich holte aus und stach ihm genau in den Bauch, aber das machte ihm nichts aus. Er schaute auf seine Wunde und sagte mit gehässiger Stimme: „Ha, falsch gedacht.“ Er nahm sein Schwert und schnitt mir tief in mein Bein. Ich lag hilflos auf dem Boden und schrie vor Schmerzen. Hardis lachte nur über meine Schmerzen. Ich spürte wie das warme Blut über mein Bein floss. Und dann sah ich es, er hatte ein Amulett um sein Hals und ich wusste, dass dieses ihm so große Macht gab. Er kam immer näher und näher auf mich zu, da war er, der richtige Augenblick. Ich riss ihm sein Amulett vom Hals und stach ihm wieder mitten in seinen Bauch. Er ging drei Schritte nach hinten und viel um. Wir hörten ein lautes Schreien, es wurde immer lauter, wir hielten uns die Ohren und kniffen die Augen zu.
Nach einigen Sekunden öffnete ich die Augen, wir waren alle wieder zurück, bis auf Lukas. von ihm fehlte jede Spur. Wir rannten zu ihm nach Hause und klingelten bei ihm, seine Mutter machte auf. Wir fingen zu reden „Ist Lukas da?“ „Welcher Lukas? Vielleicht habt ihr mich mit jemandem verwechselt?“ Von da an wusste ich, dass Lukas nicht mehr existiert und nur noch eine Legende ist.

Merdan Dogan, 5D