Projekttag der 10. Klassen „Interreligiöser Dialog“ 2012
In der letzten Kompassausgabe ist ja bereits vom Projekt „Interreligiöser Dialog“, das jedes Jahr im Reli- und Ethikunterricht der 10. Klassen durchgeführt wird, berichtet worden. Diesmal soll der Projekttag am Ende der mehrwöchigen Projektzeit beschrieben werden, der am 28.11.2012 stattfand.
Dieser Tag hatte eine besondere Bedeutung, denn aus jedem Reli-oder Ethikkurs präsentierten die besten Gruppen ihre Ergebnisse aus der Projektarbeit. Waren in den Jahren vorher nur einige wenige SchülerInnen auf der Bühne der Aula, um mit ihren Rollenspielen die Diskussion über den Interreligiösen Dialog anzuregen, gab es diesmal viele verschiedene Präsentationsformen zu sehen. Das Abrahamische Team (Vertreter/innen aus dem Judentum, dem Christentum und dem Islam) griff die Themen, die die SchülerInnen in ihren Darbietungen zur Sprache brachten, auf und diskutierte untereinander und mit allen SchülerInnen der 10. Klassen darüber.
Eine Schülerin berichtet:
„In der ersten Hälfte – vor der Pause – hielten vier Gruppen ihre Vorträge. Diese waren ein Vortrag über Diskriminierung, eine Foto-Story über das Problem Zwangsverheiratung, ein Rollenspiel über Speisevorschriften und ein Comic über eine homosexuelle Beziehung zwischen zwei Jungs aus einer jüdischen und einer christlichen Familie, die damit nicht einverstanden waren. Nach der Pause wurde ein Film gezeigt, in dem eine Muslima mit einem Christen zusammen sein will und von ihrem Bruder erwischt wird. Aber die Geschichte endet gut, der Freund stellt sich der Familie vor. Der vorletzte Vortrag war eine Collage zu den Pflichten und Regeln der drei Abrahamischen Religionen. Zum Schluss stellte eine Gruppe noch eine Umfrage vor, die sie in Groß-Gerau durchgeführt hat und in der gefragt wurde, wie man den Umgang der verschiedenen Religionen miteinander verbessern könnte.“
Es war insgesamt ein interessanter Vormittag und man konnte sehen und spüren, dass die SchülerInnen sich intensiv mit dem Gedanken „Wie können Menschen aus unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen gut miteinander leben?“ beschäftigt hatten.
Das bringt auch der Kommentar von zwei Schülerinnen / Schülern über das ganze Projekt zum Ausdruck. „Das sollte man jedes Jahr machen“ und „Ich finde Friedensarbeit wie den Interreligiösen Dialog wichtig.“, sagen die beiden.
Und das finden wir auch!

Sabrina Raiss, 10B, Ursula Alflen