Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag …
Jedes Jahr in der fünften Klasse ist ein Unterrichtsthema der Namensträger der Schule. Namensträger? Wer ist denn das? Na, Martin Buber natürlich. Hast du in der fünften Klasse auch das Thema Martin Buber in GL bearbeitet? Weißt du noch wann er geboren worden ist?
Wenn dazu ein Artikel im Kompass erscheint, dann muss es ja etwas bedeuten…

Also, Martin Buber ist am 08. Februar in 1878 in Heppenheim geboren worden. Hättest du das noch gewusst?
Er war also ein deutscher Mann, der den jüdischen Glauben hatte. Nur hat man früher einfach gesagt, dass er Jude war. Er wurde Lehrer für jüdische Religion in Frankfurt. Außerdem war er verheiratet und hatte zwei Töchter.
Ab 1935 bekam er von den Nationalsozialisten Redeverbot. In 1938 wanderte er mit seiner Familie nach Palästina (heute Israel) aus, weil der Druck und die Verfolgung von den Deutschen auf Menschen mit der jüdischen Religion zu groß wurde. Heute würden Schüler ganz platt sagen, dass Martin Buber, seine Familie und alle jüdischen Menschen früher gemobbt wurden. Die deutsche Regierung behauptete damals, dass jüdische Menschen eine andere Art hätten und weniger Wert wären als Andere.
In Jerusalem angekommen, wurde Martin Buber dort wieder Lehrer für die jüdische Religion an der Universität von Jerusalem. In seinem Haus in Jerusalem starb er auch 1965.

Vor 11 Jahren hat der Kompass eine Sonderausgabe zum Leben Martin Bubers herausgebracht, die Herr Vorndran organisiert hat. Genauso wie in diesem Jahr stand nämlich damals ein wichtiger Geburtstag kurz bevor: Martin Buber wäre in 2003 ganze 125 Jahre alt geworden – demnach wäre er dieses Jahr im Februar 135 Jahre alt geworden.
Das man sich an seinen Namen erinnert – auch über 48 Jahre nach seinem Tod – und deswegen Schulen nach ihm benennt muss natürlich auch einen Grund haben.

Der Grund liegt darin, dass er sich für die Menschen für ein friedliches Zusammenleben eingesetzt hat. Deswegen zitieren wir auch zwei seiner berühmtesten Zitate häufig in der Schule:
„Alles Wirkliche im Leben ist Begegnung.“
„In jedermann ist etwas Kostbares, das in
keinem anderen ist.“
Genau das beschreibt Grundregeln nach denen wir an der Martin-Buber-Schule handeln wollen und sollen.
1. Aus jeder Begegnung mit anderen Menschen lernt man etwas, das man für sein Leben gut gebrauchen kann – egal, ob die Begegnung eine gute oder unangenehme war. Die Erfahrung, die man gemacht hat, indem man einen Menschen getroffen oder kennen gelernt hat, kann dich weiter voran bringen. 2. Wir sollten jedem Menschen mit Hochachtung und Höflichkeit begegnen, weil in der anderen Person etwas enthalten ist, was ihn oder sie besonders macht.
Vor allem, wenn wir jemanden nicht kennen oder nur Schlechtes von der Person kennen gelernt haben, fällt das schwer. Wenn wir aber selber mit Respekt behandelt werden wollen, müssen wir unser Gegenüber genauso behandeln.

In diesem Sinne – vielen Dank an Martin Buber für den Einsatz für friedliches Zusammenleben von Menschen und herzlichen Glückwunsch zum 135. Geburtstag!!!
A. Ordoñez, Kompass-Redaktion