Liebesbrief von Martin Buber

Martin und Paula Buber

Am 8. Februar hatte Martin Buber Geburtstag. Er wäre 130 Jahre alt geworden. Mit 28 Jahren schrieb er an seine Frau Paula den folgenden Brief:

Berlin, 6.12.1906
Mein Herzensmaugli,
Dank für deinen lieben guten Brief. Freilich weiß ich den "Mondschein" noch. Was du mir davon schreibst, ist wie ein bisschen Licht und Luft in dieses dunkle, stickige Gemach der Arbeit. Weißt du, ich schreibe aus den besten Kräften heraus, und es ist gut, glaube ich, aber es saugt mich auf, ich fühl mich manchmal wie ein Schatten, ... und heute bin ich unbeschreiblich müde - und muss abends wieder Kaffee trinken und arbeiten. Nun ist es ja bald vorbei - dann will ich mit dir durch diese scheußliche Stadt laufen wie durch ein Paradies. ... Ach, Herz, wärst du nur schon bei mir!

Und wenn dich jemand fragt, wer war Martin Buber, dann kannst du diese Antwort geben:

Martin Buber wurde 1878 in Wien geboren. Er war Jude und Lehrer für jüdische Religion an der Universität Frankfurt am Main. Er entwickelte Ideen, welche Art von Erziehung für die Menschen am besten ist. Er arbeitete in Frankfurt und wohnte lange Zeit in Heppenheim. 1935 bekam er von den Nazis Redeverbot. 1938 wanderte er mit seiner Familie nach Jerusalem aus, um einer Verhaftung durch die Nazis zu entgehen. Sein Haus in Heppenheim wurde noch im gleichen Jahr in der Pogromnacht verwüstet. In Israel war er Professor an der Universität in Jerusalem. Dort starb er 1965.

Im Internet gibt es auf der Kompass-Homepage ein Themenheft über Martin Buber zum Download In der Aula unserer Schule hängt eine kleine Ausstellung über unseren Namensgeber und bei Herrn Vorndran kann man mobile Ausstellungstafeln für den Unterricht ausleihen.