Frankreichaustausch im Jahrgang 7

Von Dienstag 10.Mai bis Freitag 13. Mai 2005 ist eine Gruppe von zwanzig Schülerinnen und Schülern aus unserer französischen Partnerschule in Charvieu-Chavagneux an der MBS zu Besuch gewesen. Diese berichteten über ihre Erfahrungen während dieser gemeinsamen Woche. Ein Wiedersehen wird nächstes Jahr in der 8. Klasse im Rahmen des Friedensprojekts stattfinden.

Dienstag
Unsere französischen Brieffreunde sind am Dienstag, 10. 05. 2002 um 17 Uhr in Groß-Gerau angekommen. Wir waren alle sehr gespannt, weil wir uns nur durch Briefe kannten. Wir haben uns alle in der Mediothek versammelt. Dort haben wir, die deutschen Schüler, unsere Gäste begrüßt, mit einem Plakat ("Bienvenue à Groß-Gerau", das heißt auf Deutsch "Willkommen in Groß-Gerau") und kleinen Texten auf Französisch, die einige von uns vorgelesen haben. Danach haben wir zusammen Kleinigkeiten gegessen: Die Franzosen hatten eine lange Reise hinter sich und waren müde und hungrig. Als alle satt waren haben wir Kennenlernspiele gemacht. So konnten wir uns unterhalten. Die Verständigung war ein bisschen schwierig, aber es ging doch ganz gut. Einige haben Fußball gespielt. Der Abend ist gut gelaufen. Alle haben sich gefreut, danach in ihre Gastfamilie zu gehen. Als wir zu Hause waren, gaben die Franzosen ein kleines Geschenk an unsere Familie.
Alina Knodt (7d); Burcu Bagcivan (7c); Sanah Afzal (7c)

Mittwoch
Am Mittwoch haben wir den ganzen Tag in der Schule verbracht. Erst im Unterricht, dann haben wir zu Mittag gegessen und später eine Rallye gemacht. Als erstes sind die Franzosen mit uns in den Unterricht gegangen. Nach der fünften Stunde haben wir im Schulsozialarbeitsraum das Mittagessen zusammen vorbereitet und gemütlich gegessen. Nachdem einige den Raum sauber gemacht hatten, erklärten uns Frau Thoumas und Frau Krystof die Regeln für die Schulrallye.

Franzosen und Deutschen wurden gemischt, um sich näher kennen zu lernen. Wir hatten eine Stunde Zeit, um die Aufgaben zu lösen. Das hat Spaß gemacht und wir haben auch Französisch gesprochen. Es war manchmal nicht einfach, sich zu verständigen, zum Beispiel um den Franzosen zu erklären, was ein Hausmeister ist. Jede Gruppe gab natürlich ihr Bestes! Am Ende wurden die Ergebnisse mit den Lehrern besprochen. Das Schwierige war, dass die Deutschen die Fragen auf Französisch beantworten mussten, und die Franzosen die Fragen auf Deutsch! Aber alle Gruppen haben das gut hinbekommen. Die Gewinner haben einen kleinen Preis bekommen. Unsere Gruppe hatte den 3. Platz und hat nichts gewonnen. Danach durften wir gehen. Wir haben unseren Brieffreunden die Stadt gezeigt. Dieser Tag war sehr spannend und aufregend. Wir haben uns auch näher kennengelernt.
Nail Lamberty (7e); Tamara Klier (7d)

Donnerstag: morgens und mittags
Am Donnerstag waren wir den ganzen Tag in Wiesbaden. Zuerst im Schloss Freudenberg, um das "Haus der Sinne" zu besichtigen, dann im Stadtzentrum, wo wir Freizeit hatten. Zuerst wurde uns einiges gezeigt, zum Beispiel: Wenn man von hinten auf eine weiße Leinwand mit einem blauen und einem gelben Licht leuchtet und sich dazwischen stellt entstehen ein blauer, ein gelber, ein schwarzer und ein grüner Schatten. Es war sehr interessant und wir haben viel gelernt.

Danach durften wir uns ohne Führer umschauen, das hat am meisten Spaß gemacht. Es gab eine Dunkelbar, einen Dunkelgang und noch viele andere Sehenswürdigkeiten. Um in die Dunkelbar zu kommen mussten wir durch zwei Vorhänge gehen, dort wurden wir von einem Blinden zu den Stühlen gebracht. Danach wurden wir gefragt welches Getränk wir wollen (Kirschsaft, Pfirsichsaft oder andere Getränke) und wir mussten im Dunkeln trinken und bezahlen! Auf jeden Fall war das "Haus der Sinne" ein tolles Erlebnis.

Zum Mittag haben wir auf dem Spielplatz ein Picknick gemacht. Nach dem Picknick sind wir in die Innenstadt von Wiesbaden gefahren. Wir hatten Freizeit. Mit meiner Gruppe sind wir shoppen gegangen. Dieser Tag in Wiesbaden war sehr schön und hat uns am meisten gefallen, vor allem das "Haus der Sinne".
Michelle Neumann und Kim Löffler (7c)

Donnerstag: abends
Der Donnerstagabend war für eine Abschiedsfeier mit Essen und Spielen vorgesehen, denn die Franzosen mussten schon am nächsten Tag zurück nach Charvieu. Nach unserer Rückkehr von Wiesbaden sind wir schnell nach Hause gefahren, um das Essen für den Abend abzuholen und in die Schule zu bringen. Um 18Uhr waren wir fertig mit den letzten Vorbereitungen und haben gemütlich zusammen gegessen. Anschließend haben wir uns für ein Spiel in Gruppen aufgeteilt. Wir mussten Aufgaben lösen, zum Beispiel: Liegestützen, Zungenbrecher in der jeweils andere Sprache so schnell wie möglich sprechen, Jonglieren.

Leider war es schon so spät, dass wir das Spiel abbrechen mussten. Die Franzosen hatten noch eine kleine Vorführung für uns und haben mit ihren Körpern Buchstaben geformt, die VERGANGENHEIT, GEGENWART, ZUKUNFT, FRIEDEN bedeutet haben. Dies soll für immer gelten. Danach haben wir uns die Hände gegeben und alle zusammen "Europa" gerufen.

Zum Schluss haben wir noch ein Abschlussfoto gemacht, bevor alle nach Hause gegangen sind.
Jana Bauer (7c)

Freitag
Am Freitag sind die Franzosen zurück nach Frankreich gefahren: Wir trafen uns um 7Uhr 45 an der Schule. Wir hatten noch etwas Zeit, um uns zu verabschieden. Wir waren traurig. Schade, dass sie schon gehen mussten, denn wir haben uns sehr gut verstanden. Sie sind in den Bus gestiegen, wir haben noch gewunken und dann waren sie weg. Wir freuen uns, sie nächstes Jahr wieder zu sehen!
Jana Bauer (7c)